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IG Metall @ Hewlett-Packard

Informationen der IG Metall für Beschäftigte bei Hewlett-Packard



Leiharbeit und Werkvertrag in der ITK

IG Metall - Branche ITK-Industrie

01.10.2012 Das IT-Magazins der IG Metall widemet sich der Unsichertheit des Umbaus bei HP, dem Einzug von Leiharbeit und Werkverträgen und den weiteren Elementen der Entstehung eines"Hightech-Prekariats".

Viele Jahre galt der ITK-Sektor als Aushängeschild einer modernen Arbeitswelt, die sich auszeichnet durch gute Einkommen und soziale Leistungen, innovative Jobs, beteiligungsorientierte Arbeitsformen (Team- und Projektarbeit) sowie kontinuierliche Weiterbildung. Teilweise stimmt das Bild auch heute noch. Aber seit Jahren steckt die Branche in einem Erosionsprozess, der am Ende alles auf den Kopf stellen könnte.

Seit langem etwa lässt sich beobachten, wie Stammbelegschaften systematisch abgebaut werden, um flexible Randbelegschaften aufbauen und je nach Bedarf heuern oder feuern zu können. Viele ITK-Unternehmen tun dies, um Kosten einzusparen. Aber es ist gar nicht ausgemacht, ob sie letztlich nicht erheblich draufzahlen müssen.

Wenn sich (niedrigentlohnte) Leiharbeits- und Werkvertragsverhältnisse weiter verbreiten, birgt das sozialen Sprengstoff. Verschärft wird das Ganze, wenn sich die Arbeitsverhältnisse durch virtuelle Netzwerke, Cloud Computing und Crowd Sourcing noch weiter auffächern, so dass viele "Cloud Workers" so gut wie keine Chance mehr auf einen festen Job haben. Ein so entstehendes Hightech-Prekariat, mit dem die Arbeitgeber Druck auf die Stamm-beschäftigten ausüben, die Arbeitsordnung deregulieren und Lohndumping betreiben, schafft allenfalls kurzfristig Kostenvorteile. Mittelfristig kann es die Motivation der Beschäftigten ruckartig bremsen. Und langfristig nehmen sich die Unternehmen damit die Chance, Innovationspotenziale aufzubauen und kontinuierlich weiterzuentwickeln. Mit dieser Strategie gefährden sie daher letztlich ihre Wettbewerbsfähigkeit.

Ziel der IG Metall ist es, die Arbeitsbedingungen für alle Beschäftigten im ITK-Sektor zu verbessern. Daher kümmert sie sich auch um Leiharbeiter und Werkvertragler. Ein zentraler Schaltknopf sind für die Gewerkschaft Tarifverträge. Diese können dazu genutzt werden, um Leiharbeit und Werkverträge in den Unternehmen wieder auf Ausnahmen zu begrenzen. Und sie helfen mit, in den Betrieben - wie aktuell bei Atos und SEN - unterschiedliche "Klassen" von Beschäftigten zu vermeiden.

Die Instrumente sind vorhanden, um ein wachsendes Hightech-Prekariat zu verhindern. Jetzt kommt es darauf an, sie einzusetzen. Das ist das Ziel der IG Metall-Kampagne "Arbeit: sicher und fair - für Alle"!

Der Schwerpunkt des Heftes sind die wachsende Anzahl der Leih- und Werkverträge in der Branche. Ein Artikel widmet sich der unzureichenden Kommunikation des HP-Managements sowie des Vorgehens seitens des Betriebsrates und der IG Metall dagegen. Darüber hinaus erhält das Magazin weitere interessante Informationen für die Beschäftigten der Branche.

Letzte Änderung: 01.10.2012


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Telefon: +49 (69) 6693-2857 | | Web: www.hp.igm.de

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