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IG Metall @ Hewlett-Packard

Informationen der IG Metall für Beschäftigte bei Hewlett-Packard



Die Zukunft bei HP gestalten

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12.12.2012 Der Projektkreis der IG Metall bei Hewlett Packard traf sich am 30.11. und 01.12. in Frankfurt um die aktuellen Entwicklungen zu besprechen, Erfahrungen auszutauschen und Positionen abzustimmen.

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Die Intention des Treffens
Freitagnachmittag begann das Treffen. Ein umfangreiches Programm galt es zu bewältigen. "Eine Gewerkschaft muss drei Dinge leisten", so erklärt Johannes Katzan, Projektsekretär der IG Metall bei HP. "Sie muss - erstens - kompetent sein in den Belangen der Beschäftigten. Dies kann sie nur, wenn sie - zweitens - die Beschäftigten beteiligt und einbindet und so zu ihrer eigenen Organisation wird. Drittens muss sie dies auch zeigen und als mit der Beteiligung und der Kompetenz verbunden wahrgenommen werden." Die IG Metall Betriebsräte und Vertrauensleute haben in Frankfurt daran gearbeitet. Die vorbereiteten Inputs, die Diskussionen und der Erfahrungsaustausch zielten genau darauf ab.

Duales Studium - die Ausbildungsform bei HP
Der erste Programmpunkt war eine Einführung in das duale Studium. HP stellt die Ausbildung gerade vollständig auf das duale Studium um und stellt keine Ausbildungsplätze mehr zur Verfügung, die die betriebliche Ausbildung mir der schulischen kombinieren. Verena Müller, langjährig befasst mit der dualen Hochschule Baden-Württemberg für die IG Metall, stellte die verschiedenen Formen des dualen Studiums sowie die übliche Organisation bei HP vor. "Das duale Studium verlangt den Einzelnen sehr viel ab. Wer es absolviert, ist meist sehr leistungswillig und zielstrebig, denn das Studium erfolgt in der Regel in direkter Abstimmung mit dem Unternehmen, in dem die Studierenden später arbeiten werden. Trotz dieser Einstellung geraten viele an ihre Grenzen und nicht wenige scheitern auch", so Müller. Annette Maier ergänzt: "Als junger Mensch Biss zu haben und etwas erreichen zu wollen ist nur gut und richtig. Trotzdem und gerade deshalb denke ich, dass das duale Studium ein Handlungsfeld für die IG Metall sein kann, damit die Auszubildenden sich nicht übernehmen. Man braucht auch ein Leben und Lebenserfahrung außerhalb des Berufs."

Das Abbauprogramm & die Abfindungen
Anschließend wurde über das Abbauprogramm gesprochen. Weiterhin gibt es in weiten Teilen keine konkreten Zahlen. Die Einschätzung der meisten Personen ging dahin, dass es sich beim nichtbenennen der Zahlen eher um eine Salamitaktik handeln könnte. Es erscheint unwahrscheinlich, dass die Zahlen der einzelnen Regionen dem Management nicht bekannt wären. "Positiv zu vermerken in diesem Kampf ist, dass wir anscheinend einen ganz guten Rahmen für die Abfindungen ausgehandelt haben. Bisher gab es jedenfalls viel Lob von unseren Kolleginnen und Kollegen", so Günter Hornung. Es bleibt zu hoffen, dass der Stellenabbau nicht so umfangreich ausfällt, wie angekündigt. Der von der Unternehmenschefin Meg Whitman angekündigte investive Umbau des Konzerns, bleibt bisher ziemlich wolkig, resümiert Johannes Katzan die Diskussion. "Vom deutschen Management fehlen Konzepte für neue Geschäftsfelder und eine umfassende Personalentwicklung bisher komplett.", so Katzan weiter.

Europäische Gewerkschaftsarbeit
Am Samstag wurden die europäischen Dimensionen und Möglichkeiten der Gewerkschaftsarbeit bei HP diskutiert. Koen Dries, Koordinator der Europäischen HP Allianz der Gewerkschaften aus Belgien, stellte die Arbeit des EBR vor und stellte die Bedingungen von internationaler Gewerkschaftsarbeit vor. Die Differenzen der rechtliche Rahmen sind beträchtlich und so unterscheidet sich auch die gewerkschliche Arbeit in der Form und den Themen. "In Belgium 80% of the employees have company cars. That´s for tax reasons. So company cars are a big issue in Belgium, while they are non the like in most other countries", macht Dries es an einem Beispiel klar, mit dem er gleichzeitig belegt, dass Gewerkschaftsarbeit nicht immer aus den "großen Themen" heraus gemacht werden muss. Oft sind es mehr oder weniger "kleine Themen", die ein Stachel sind und die Beschäftigen stören.
Um die europäische Gewerkschaftsarbeit zu stärken war am Freitag Vera Trappmann zu Gast. Sie hat eine Junior-Professur an der Uni Magdeburg unter Anderem zu den Themen Arbeitspolitik in West- und Osteuropa, Gewerkschaften und Europäisierung. Eine Begleitung durch sie für während der aktuellen und kommenden Auseinandersetzungen bei HP ist mit Sicherheit hilfreich.

Kommunikation
Um zurück zu kommen auf die drei Punkte Johannes Katzans: Sich die IG Metall zu eigen machen erfolgt durch das Treffen des Projektkreises insgesamt. Durch die drei Blöcke wurde Kompetenz mittels Erfahrungsaustausch erweitert. Fehlt noch die Kommunikation dieser Punkte. Den Anfang machten die Kollegen aus Bad Homburg. Sie hatten einen Nikolausstiefel dabei, in dem sich Kärtchen befanden, die mit Themen beschriftet waren, die im Betrieb gerade wichtig sind. Jeder und jede kann sich aus dem Stiefel eine Karte ziehen und hat somit gleich ein Thema, das mit dem Betriebsrat oder mit einer IG Metall Vertrauensperson gesprochen kann. Eine interessante Aktion für Gespräche in den Pausen.
Um weniger direkte Kommunikation ging es bei der Vorstellung der Möglichkeiten der Internetseite. Eine lebhafte Diskussion ergab sich, wie die Seite genutzt werden kann, was sich ergänzen ließe und was noch verbessert werden könne.

Erfolgreiches Treffen
"Das ist eine gute Gruppe", fasst Udo Verzagt, Vorsitzender des EBR, seinen Eindruck zusammen. Die Stimmung während der zwei halben Tage war angenehm: die Diskussionen waren handlungs- und zielorientiert, die Wortwahl war kollegial. "Das war ein erfolgreiches Treffen. Ich habe inhaltlich etwas dazu gelernt, habe Erfahrungen ausgetauscht und meine Mitstreiterinnen und Mitstreiter besser kennengelernt. Wir kommen voran", sagte Annette Maier, Betriebsrätin und Vertrauensfrau in Böblingen.

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Letzte Änderung: 12.12.2012


Adresse:

IG Metall Vorstand | Wilhelm-Leuschner-Straße 79 | D-60329 Frankfurt
Telefon: +49 (69) 6693-2857 | | Web: www.hp.igm.de

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