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IG Metall @ Hewlett-Packard

Informationen der IG Metall für Beschäftigte bei Hewlett-Packard



Böblingen: Solidarität mit Rüsselheim

zukunft@hp

13.02.2013 Die Vertrauensleute des HP-Standortes Böblingen zeigen sich solidarisch mit den Beschäftigten in Rüsselsheim. Der Weg der Geschäftsleitung ist destruktiv, Marktchancen werden nicht ergriffen.

Der Text des Flugblattes, das die Vertrauensleute in diesen Tagen verteilen:

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Nachrichten von der geplanten Entlassung von 1100 Kolleginnen und Kollegen bei ES und die beabsichtigte Schließung des Standortes Rüsselsheim haben uns alle geschockt. Entlassungen in einer solchen Dimension hat es in der Geschichte von HP Deutschland nicht gegeben. Und es sind die Beschäftigten, die eklatante Managementfehler durch persönliche Opfer kompensieren sollen. Informiert wurden sie darüber per E-Mail, sofern sie es nicht bereits vorher im Radio gehört hatten.

ES: Jede fünfte Stelle fällt weg - betroffen sind wir alle

Und obwohl die Nachricht mit dem Standort Rüsselsheim verbunden zu sein scheint, lasst Euch nichts vormachen: Dieser Entlassungstsunami betrifft uns alle. Allein die Dimension des Abbaus zeigt, dass es jeden Einzelnen persönlich hätte treffen können. Darüber hinaus werden die Auswirkungen bis ins vermeintliche Hinterland deutlich zu spüren sein: Rund 20 Prozent der Stellen bei ES Deutschland sollen wegfallen. Gleichzeitig will ES zusätzliches Wachstum generieren - wie passt das zusammen?

Gesundheit der Angestellten - geopfert auf dem Altar von Wachstum und Rendite

Ohne weitere Leistungsverdichtung ist zusätzliches Wachstum nicht denkbar. Dabei ist die IT-Branche in schöner Regelmäßigkeit jetzt schon in Spitzenregionen von Statistiken zu Burn-out und sonstigen Belastungsstörungen zu finden. Die Durchführung einer gesetzlich vorgeschriebenen Gefährdungsanalyse unter Berücksichtigung psychischer Faktoren verschleppt der Arbeitgeber seit Jahren. Die Entlassung von 1100 Kolleginnen und Kollegen passt da ins Bild. Wie will HP seiner Verantwortung gegenüber der Gesundheit seiner Angestellten gerecht werden?

Marktchancen direkt vor unseren Füßen - und niemand greift zu

Im Mai 2012 veröffentlichte die BITKOM (Vizepräsident: Volker Smid) einen Bericht, wonach der Informationstechnik- und Telekommunikationsbranche jährlich 11 Milliarden Euro durch die Lappen gehen, weil die entsprechenden IT-Mitarbeiter fehlen. Und da kann man so locker auf 1100 Fachkräfte verzichten?

Werdet aktiv - setzt der destruktiven Geschäftspolitik etwas entgegen

Die aktuellen Geschehnisse zeigen: Im ideenlosen Management greifen seit jeher dieselben Reflexe. Auf grobe Managementfehler folgen Maßnahmen zu Lasten der Beschäftigten. Dass Menschen dabei ihre Existenzgrundlage zu verlieren drohen, scheint in Zeiten, in denen Mitarbeiter zunehmend nur noch als "Ressourcen" verwaltet werden, niemanden mehr zu interessieren. Dem gilt es etwas entgegen zu setzen.

Wir fordern Euch daher auf: Nehmt Euer vom Grundgesetz garantiertes Recht wahr und werdet Mitglied in der Gewerkschaft. Nur so kann der Willkür auf Managementebene etwas entgegengesetzt werden. Nur so erhöht Ihr den Schutz für Euch selbst. Einzig ein Tarifvertrag kann rechtssicher dabei helfen, schwierige Situationen für Beschäftigte verträglich zu gestalten und negative Effekte abzumildern. Und vergesst nicht: Heute ist es Rüsselsheim - morgen kann es ein beliebiger anderer Bereich von HP sein.

Außerdem bitten wir Euch: Zeigt Euch solidarisch mit den betroffenen Kolleginnen und Kollegen. Lasst Euch nicht zu Helfern in einem würdelosen Spiel mit der Existenz anderer Menschen degradieren.

Die Vertrauensleute der IG Metall am Standort Böblingen

Letzte Änderung: 14.02.2013


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