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IG Metall @ Hewlett-Packard

Informationen der IG Metall für Beschäftigte bei Hewlett-Packard



Der Willkür Einhalt gebieten

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27.02.2013 Die Ankündigung, den Standort Rüsselsheim zu Ende 2013 zu schließen, ist ein Akt der Willkür, verkündet in einer Art, die jeder Beschreibung spottet. Der Widerstand wächst, Sonderseite gestartet.

Die Ankündigung, den Standort Rüsselsheim zum Ende des Finanzjahres 2013 zu schließen, ist ein Akt der Willkür, verkündet in einer Art und Weise, die jeder Beschreibung spottet. Per E-Mail oder aus den Medien mussten die betroffenen Kolleginnen und Kollegen vom drohenden Verlust ihres Arbeitsplatzes erfahren.

Große Entscheidung - k(l)eine Kommunikation

Nach fast einem Jahr Vorbereitungszeit hat die Geschäftsführung bewusst die Entscheidung getroffen, dass ohne die gesetzlich vorgeschriebene Einbeziehung der Betriebsratsgremien der Abbau von ca. 1100 Stellen an einem späten Freitagnachmittag verkündet wird. Dass solche Maßnahmen vor einer Entscheidung mit den Betriebsräten zu beraten sind, hat das Unternehmen gezielt ignoriert. Bis jetzt wurde der Gesamtbetriebsrat nicht informiert und eine Beratung der Maßnahme hat nicht stattgefunden.

Obwohl Mike Nefkens (ES) in einer Präsentation vor den Finanz-Analysten 2012 weltweit von 100 Standortschließungen spricht, wurde der EBR in seiner Sitzung am 19. 12.2012 nicht über Standortschließungen in Europa informiert. Auch nicht darüber, dass von den 4.000 abzubauenden Mitarbeitern im ES-Bereich 1.100 alleine an einem Standort abgebaut werden sollen, Rüsselsheim. Die Zahl 1.100 alleine schon stellt einen überproportionalen Anteil für Deutschland dar. Der EBR wurde nicht über Pläne zu Kostenreduzierung durch Standortschließungen informiert, von denen Rüsselsheim ein Teil zu sein scheint.

Der Gesamtbetriebsrat (GBR) der Hewlett-Packard GmbH hat in seiner Sitzung am 21.02.2013 einstimmig beschlossen, die HP-Geschäftsführer Volker Smid, Ernst Reichart und Michael Eberhardt abzumahnen, weil sie dem GBR während der Planung des Stellenabbaus bei Enterprise Services keine Möglichkeit gegeben hat, auf diese Planung Einfluss zu nehmen.

Fadenscheinige, nicht plausible Begründungen

Die Begründungen sind fadenscheinig, nicht plausibel, geschäftsschädigend und respektlos.

Der Umfang der Maßnahme ist bis jetzt nicht klar. Geht es um den Standort Rüsselsheim (ca. 1100 Mitarbeiter), geht es um den Betrieb Rüsselsheim (ca. 1300 Mitarbeiter) oder geht es nur um die Kosten der Business Unit "Enterprise Services (ES)"? Wie die Strukturprobleme im Bereich ES behoben werden sollen, ist bis jetzt völlig unklar. Diese haben mit dem Standort und den Mitarbeitern nichts zu tun.

Anzunehmen, man könnte "Rüsselsheim" ohne größere Probleme schließen, zeigt, dass sich die deutsche Geschäftsleitung über den Umfang der Maßnahme und die Folgen nicht im Klaren ist. 1100 Stellen abzubauen oder zu verlagern ohne Auswirkungen auf die Reputation von HP ist nicht möglich. Kollateralschäden in einem vom Know-how getriebenen Geschäftsfeld werden hier bewusst in Kauf genommen. Rüsselsheim ist überall.

Verunsicherung der Kunden - Gefahr für die Zukunft

Viele Europäische HPES Kunden erhalten ihren Service von Rüsselsheim. Es ist unklar wie die negativen Auswirkungen einer Standortschließung gemanaged werden sollen, insbesondere im beabsichtigten Zeitplan für diese Transaktion bis zum 31-10-2013. Sowohl Datencenter Verlagerungen (weltweit 40%) als auch Transfer Aktivitiäten sind komplex und erfordern Zeit. Der EBR ist besorgt, dass die Kunden uns nicht mehr als einen vertrauenswürdigen Kunden für zukünftiges Geschäft sehen und nicht informiert wie HP dieses bewertet. Der EBR weiss nicht um die Auswirkungen auf Deutschland oder auf die Auswirkungen auf die Arbeit in aufnehmenden Länder (passende Skills, Kapazitäten).

Welche Verantwortung übernehmen die Geschäftsführer von HP: Volker Smid, Michael Eberhard und Ernst Reichart?

Wo ist das Zukunftskonzept?

Die Mitarbeiter und die Betriebsräte erwarten ein Zukunftskonzept für ES in Deutschland von der Geschäftsführung und nicht einen sachfremden Stellenabbau. Wem nach einem Jahr der Überlegungen zum Thema Strategic Realignment nur die Schließung von "Rüsselsheim" einfällt, der muss sich fragen lassen, ob er seiner persönlichen Verantwortung als Geschäftsführer gerecht wird. Der Willkür muss ein Ende gesetzt werden.

Letzte Änderung: 27.02.2013


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