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IG Metall @ Hewlett-Packard

Informationen der IG Metall für Beschäftigte bei Hewlett-Packard



Betriebsratswahl 2014

Betriebsratswahl 2014: Deine Stimme

27.01.2014 Betriebsräte sind ein Erfolgsmodell - für Unternehmen und Beschäftigte. In diesem Jahr können die Belegschaften wieder ihre betriebliche Interessenvertretung wählen.

BETRIEBSRAT FÜR DIE ITK
Die ITK-Branche ist gut durch die Krise gekommen. Das war nicht selbstverständlich. Mit dazu beigetragen hat das Engagement von Betriebsräten. Gemeinsam mit tausenden Kolleginnen und Kollegen kümmerten sie sich in vielen ITK-Unternehmen um sichere Arbeitsplätze, Gute Arbeit und Innovationen. Und immer wieder waren es IG Metall-Betriebsräte, die Profil und Kompetenz zeigten, wenn es darum ging, den Arbeitgeber für die Ideen und Vorschläge der Beschäftigten einzunehmen.
In nicht wenigen Unternehmen leisten sie Widerstand gegen Arbeitsplatzabbau und Outsourcing - etwa bei Hewlett Packard und Nokia Solutions Networks. In vielen Fällen erreichten sie mit viel Energie, Knowhow und der IG Metall an ihrer Seite, dass geplanter Stellenabbau zurückgedrängt oder begrenzt wurde. Aber zumeist konnte gesichert werden, dass der Arbeitsplatzabbau sozialverträglich gestaltet wird. Auch mit vielen weiteren Themen befassten sich ITK-Betriebsräte in den vergangenen vier Jahren: Psychisches Wohlbefinden, Leistungsbeurteilungen und Arbeitszeitgestaltung standen bei ihnen ebenso häufig oben auf der Agenda wie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, faire Entgeltstrukturen und befristete Arbeitsverhältnisse. Dabei ging es immer wieder auch darum, bessere und dauerhaft gesicherte Arbeitsbedingungen per Tarifvertrag zu erkämpfen. Aktiv unterstützen sie die IG Metall und ihre Mitglieder unter anderem bei Atos, Alcatel-Lucent, Operational Services, Océ Printing Systems oder Vodafone.

BETRIEBSRAT MACHT STARK
"In der ITK-Industrie finden Betriebsräte vor allem deshalb immer mehr Rückhalt in den Belegschaften, weil viele Beschäftigte erkennen, dass Selbstbestimmung nur durch Mitbestimmung zu erreichen ist", sagt Tobias Kämpf ITK-Experte am Institut für Sozial - wissenschaftliche Forschung in München. "Nach dem Zusammenbruch der New Economy Ende der 1990er Jahre hat es hier eine Zeitenwende gegeben, einen kulturellen Umbruch in vielen ITK-Unternehmen." Die Beschäftigten würden in Entscheidungen weniger einbezogen, die Unternehmen an Margen und Zahlen ausgerichtet und kaum mehr an den Bedürfnissen der Menschen. Dies führe zu neuen Unsicherheiten infolge permanenter Reorganisationen, Offshoring und das Outsourcen selbst hoch qualifizierter Entwicklungstätigkeiten, so Kämpf. Die Arbeitsinhalte würden vielfach standardisiert, individuelle Handlungsspielräume gingen verloren, und ein Großteil der Beschäftigten arbeite ständig am psychischen Limit. "Das Gefühl,Ich kann mich selbst vertreten!" schwindet bei vielen."

BETRIEBSRAT MACHT ERFOLGREICH
Rund die Hälfte der ITK-Beschäftigten arbeitet heute in einem Unternehmen mit Betriebsrat. Selbst in Unternehmen wie SAP für die die gesetzliche Interessenvertretung lange Zeit als Fremdkörper galt und die die gesetzliche Mitbestimmung als eine von außen gesteuerte Fremdbestimmung auffassten, zählt die Mitsprache von Betriebsräten heute zur gelebten Betriebskultur.
Für die Beschäftigten bringen Betriebsräte klare Vorteile. Das belegen auch aktuelle wissenschaftliche Studien. So insbesondere bei variablen Entgelten und bei der Weiterbildung, bei neuen Arbeitszeitmodellen und Arbeitsabläufen sowie bei einer familienfreundlichen Personalpolitik. Betriebsräte haben sogar das Potenzial, die betriebliche Leistungsfähigkeit zu steigern, in dem sie für ein gutes Arbeitsklima und mehr Motivation durch gute Arbeitsbedingungen
sorgen. Und auch damit - erklären Wissenschaftler - bringen sie dem gesamten Unternehmen Vorteile: Die Personalpolitik der Betriebe kann effektiver an den Präferenzen der Beschäftigten ausgerichtet werden. Und eine gute Zusammenarbeit
zwischen Betriebsräten, Belegschaft und Management kann dabei helfen, betrieblich notwendige Umstrukturierungen und Anpassungsmaßnahmen im Sinne aller zu gestalten.
Betriebsräte haben in der Krise das deutsche "Jobwunder" mit bewirkt, indem sie
darauf gedrängt haben, die Kurzarbeit auszuweiten, Überstunden abzubauen, die Arbeitszeit zu verkürzen und Arbeitszeitkonten zu nutzen. Sie unterstützen Innovationen und sorgen dafür, dass im Unternehmen langfristiger gedacht und geplant wird. In den letzten Jahren - und gerade in der Krise - waren viele Betriebsräte in der ITK-Industrie vor allem darauf konzentriert, Arbeitsplätze zu sichern und Managemententscheidungen sozialverträglich zu gestalten. Heute dagegen verstehen immer mehr ihre Arbeit als "strategische Interessenvertretung", insbesondere um dauerhaft Beschäftigung zu sichern. Es geht ihnen zunehmend darum, pro-aktiv zu handeln und Innovationen beispielsweise bei Produkten, der Energieeffizienz und dem Rohstoffverbrauch anzuregen. Gerade IG Metall-Betriebsräte profitieren in diesen Fragen von
der Kompetenz ihrer Organisation und deren Weiterbildungsangebote.

BETRIEBSRAT MACHT DEMOKRATISCH
Wichtig für eine gute Betriebsratsarbeit ist, dass diese von den Beschäftigten mit getragen wird. Sie lebt davon, dass die Kolleginnen und Kollegen ihre Betriebsräte direkt und indirekt unterstützen. Das beginnt damit, dass sie ihnen Hinweise geben, um Probleme aufzugreifen und ihnen Vorschläge machen, um diese gemeinsam zu lösen. Dazu gehört aber auch, dass viele von ihnen bereit sind, sich an betrieblichen Aktivitäten zu beteiligen und Konflikte nicht zu scheuen, um gemeinsam dem Arbeitgeber Druck zu machen. Nicht zuletzt hängt eine gute Betriebsratsarbeit davon ab, dass viele engagierte Kolleginnen und Kollegen für den Betriebsrat kandidieren. Auch eine hohe Wahlbeteiligung stärkt die Betriebsräte vor Ort. Denn sie signalisiert dem Arbeitgeber einen starken Rückhalt in der Belegschaft.

BETRIEBSRAT MACHT SPASS
Aber auch dies zeichnet die Arbeit von IG Metall-Betriebsräten in der ITK-Branche aus: Sie macht nicht nur Sinn, sondern oft auch richtig Spaß. Zudem eröffnet sie den Akteuren/-innen neue, interessante persönliche Entwicklungsperspektiven. Das betonen die meisten Betriebsräte. Das Vertrauen, das ihnen die Kolleginnen und Kollegen entgegenbringen; das erfolgreiche Verhandeln mit dem Arbeitgeber; die Erkenntnis, dass man gemeinsam viel erreichen kann; das Gefühl, mit der IG Metall einen kompetenten Partner an der Seite zu haben: Das motiviert und macht stark. Solche Betriebsräte braucht die Branche - zuhauf!

Letzte Änderung: 15.01.2014


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