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IG Metall @ Hewlett-Packard

Informationen der IG Metall für Beschäftigte bei Hewlett-Packard



Solidarität mit den Atos-Beschäftigten

IG Metall @ ITK - Unsere Branche - Unsere Gewerkschaft

18.04.2014 Der Atos Betrieb Frankfurt-Hahnstraße wird geschlossen und alle 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden entlassen. Ablaufschilderung und Aufruf zur Solidarität.

Am 24./25.2. fand die monatliche Sitzung des Wirtschaftsausschusses statt. Dort wurde kein einziges Wort zu der geplanten Standortschließung gesagt. Auch das Budget hinsichtlich der Personalplanung für 2014 wurde nicht (wie sonst üblich) vorgestellt, lediglich für Halbjahr 1.

Am 12.03.2014 fand in München die Aufsichtsratssitzung der AIT statt, an der unser BR-Vorsitzender als Mitglied teilnahm. Die Anwesenden wurden in dieser Sitzung kurz nach 13:00 Uhr über die Pläne informiert und dabei an ihre Verschwiegenheitspflicht erinnert. Den Arbeitnehmervertretern im Aufsichtsrat wurde zunächst kein Dokument ausgehändigt, das fand erst Tage später statt.

Am 12.03.2014 um 13:41 Uhr erhielt der BR Frankfurt eine Mail mit der Bitte, sich wegen eines Gesprächs zu einer geplanten Betriebsänderung für den Betrieb Frankfurt um 16:00 Uhr im Konferenzcenter einzufinden.

Am 12.03.2014 um 13:44 Uhr erhielt die Belegschaft des Betriebs eine Mail der Geschäftsleitung, es würde um Anwesenheit um 16:30 Uhr zu einer Mitarbeiterinformationsveranstaltung in der Kantine in der Hahnstraße gebeten, ohne Nennung eines Grundes.

Der Betriebsrat hat sofort den zuständigen Sekretär bei der IG Metall, Martin Weiss, angerufen, der zur Teilnahme an beiden Terminen bereit war. Die Geschäftsleitung war nur bereit, seine Teilnahme an der Information des Betriebsrats zuzulassen.

Nach der Kurzinformation des Betriebsrats wurde der Belegschaft vom Geschäftsführer, Winfried Holz, und dem Chef der Service Line Systemintegration, Markus Kaiser, verkündet, dass Atos plant, den Standort in Q3/2014 zu schließen und dem Personal, ohne Ausnahme, betriebsbedingt zu kündigen. Betriebsschließungen hat es in der Vergangenheit weder bei Atos noch bei Siemens IS (jetzt Atos IS = AIS) bisher gegeben.

Als die geschockten Mitarbeiter an ihre Arbeitsplätze zurückkehrten, waren in der internen Stellenbörse nur noch Jobs im Ausland zu finden, kein einziger für Deutschland. Auch heute noch wird jedem Mitarbeiter und Vorgesetzten erklärt, dass es keine Chance für Frankfurter Mitarbeiter gibt, sich auf Arbeitsplätze an anderen Standorten zu bewerben oder ihre Arbeit und Zuordnung im Rahmen einer Versetzung dorthin zu verlagern.

Am 12.03.2014 um 17:01 Uhr erhielten die Mitarbeiter eine Mail, mit den in der Mitarbeiterinformationsveranstaltung verkündeten Angaben. Um 19:27 Uhr wurden die Belegschaften der andere Atosstandorte über die Pläne informiert.

Dem lokalen Betriebsrat und dem Wirtschaftsausschuss des Gesamtbetriebsrats wurde später am selben Tag ein neunseitige Memorandum geschickt, dem allgemeine Gründe ohne detaillierte wirtschaftliche Zahlen zur Entscheidung zu entnehmen sind, und dann auf ca. 6 Seiten für alle Arbeitsplätze dargestellt wird, dass sie entfallen, weil die Tätigkeiten entweder ins Near/Offshore oder an andere Atos-Gesellschaften verlagert werden sollen, sie in Gänze wegfallen oder fremdvergeben werden.

Gegen den im BetrVG vorgesehenen Ablauf, dass Betriebsänderungen erst dem Wirtschaftsausschuss des (G)BR zu erläutern und mit diesem zu beraten sind, hat die Geschäftsleitung durch konzernweite Verkündung ihrer Entscheidung bereits Fakten geschaffen.

Am 19.3. fand auf Wunsch der Geschäftsleitung eine Sondersitzung des Wirtschaftsausschusses statt, der reguläre Wirtschaftsausschuss folgte am 25. und 26. März. Zu diesen Sitzungen war die Arbeitgeberin aufgefordert worden, weitere, detailliertere Unterlagen, Zahlen und Fakten, zu liefern und auch darzulegen, was an Alternativen geprüft wurde. Zu keiner der Sitzungen gab es irgendwelche Unterlagen. Der Geschäftsführer, Herr Holz, konnte oder wollte diese Informationen am 25.3. auch nicht mündlich vortragen und war auch nicht bereit, über Alternativen zu beraten. Er hat darauf verwiesen, dass sämtliche Informationen im Laufe der Verhandlungen geliefert würden. Außerdem müsse nicht mehr über das "Ob", sondern nur noch über das "Wie" gesprochen werden.

Ansonsten haben Arbeitgebervertreter gebetsmühlenartig wiederholt, dass sie sämtliche erforderliche Unterlagen (also das Memorandum) geliefert hätten und nun endlich die Verhandlungen stattzufinden hätten, ansonsten würde man die Einigungsstelle einsetzen zu lassen.

Letzte Änderung: 14.04.2014


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