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IG Metall @ Hewlett-Packard

Informationen der IG Metall für Beschäftigte bei Hewlett-Packard



HP: Flexibilität, innen und außen

zukunft@hp

29.08.2014 Eine HR Managerin präsentiert in Stuttgart auf einem Business Brunch, wieviel Flexibilität HP seinen Mitarbeitern biete. Aber stimmen Anspruch und Wirklichkeit überein?

Unter der Zwischenüberschrift "Eine flexible Arbeitswelt braucht flexible Arbeitsbedingungen" (siehe Link am Endes dieses Artikels) erfährt man auf den Webseiten der MFG Innovationsagentur in Stuttgart, wieviel Flexibilität HP seiner Belegschaft in Deutschland biete: Swingtime, Home Office und vorzeitigen Ruhestand. Voraussetzung für diese Flexibilität, so erfährt man, sei eine "entsprechende Führungs- und Unternehmenskultur".

Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei HP ist diese Darstellung überraschend, hat doch CEO Meg Whitman die Belegschaft schon im Oktober 2013 offiziell zurück ins Büro beordert. Zwischenzeitlich findet die Umsetzung dieser Direktive auch in Deutschland unmissverständlich statt: Vorgesetzte haben ihre Teams an fünf Tagen pro Woche ins Büro gerufen, einigen Mitarbeitern wird sogar der sogenannte "Teleworker"-Status aberkannt.

Doch Meg Whitman geht noch weiter: Sie möchte, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit künftig an jedem Arbeitstag "mindestens von 9 - 17 Uhr" im Büro sind. Wem das nicht passe, der könne sich ja einen anderen Arbeitgeber suchen, sagte sie in einem Call im Juni 2014. - Sieht so etwa die Flexibilität bei HP aus, die in Stuttgart präsentiert wurde?

Auch das Thema "vorzeitiger Ruhestand" löst Erstaunen aus. So hat HP überhaupt erst im März 2014 nach anhaltendem Drängen des Betriebsrats eine Betriebsvereinbarung über Altersteilzeit abgeschlossen. Dennoch werden langjährige Mitarbeiter nach wie vor in der Hauptsache über Abbauprogramme aus der Firma gedrängt. Anträge von Mitarbeitern auf Altersteilzeit lehnt HP häufig ab.

Die große Beschäftigtenbefragung der IG Metall hat im letzten Jahr jedoch gezeigt, dass der Wunsch nach flexibler Arbeitszeit unter ITK-Beschäftigten nach wie vor sehr groß ist. Über 80% der Befragten befürworten Flexibilität, wenn diese ihnen die Möglichkeit gibt, auf persönliche Anforderungen mit derselben Beweglichkeit reagieren zu können.

Diese Anpassungsfähigkeit droht verloren zu gehen. Auf der einen Seite erwartet HP natürlich weiterhin die Bereitschaft, in internationalen Teams auch sehr früh morgens, am späten Abend oder sogar in der Nacht für Konferenzen zur Verfügung zu stehen. Auf der anderen Seite sollen Beschäftigte jedoch in ein absolut inflexibles Arbeitszeitkorsett gezwängt werden. Eine Entwicklung, die den eigenen beim Business Brunch proklamierten Ansprüchen an eine anpassungsfähige Arbeitswelt nicht gerecht wird.

Letzte Änderung: 29.08.2014


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