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IG Metall @ Hewlett-Packard

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Offener Brief an die Belegschaft

Brief an die Belegschaft

28.10.2015 In Ratingen wurde ein offener Brief an die Kolleginnen und Kollegen verschickt, der tiefe Sorge um die Zukunft bei Enterprise Services zum Ausdruck bringt. Wir dokumentieren die Email hier.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Die Ankündigung des ES Managers Michael Eberhardt am 14. Oktober, 1500 Arbeitsplätze aus dem ES Bereich an Partnerunternehmen auszugliedern, hat uns geschockt.
Michael Eberhardt hat beklagt, dass die Rahmenbedingungen für ES nicht mehr stimmen würden.
Bei "Rahmenbedingungen" kann es sich ja nur um die Marge handeln.

Er hat angekündigt, dass die Partnerunternehmen, in die die Kollegen ausgegliedert werden, als Zulieferer für ES dienen sollen.
Da ES meist selbst schon die Rolle des Service-Zulieferers zum Kunden hat, werden wir also zu den Zulieferern vom Zulieferer "verschoben".
Selbstverständlich kann dieses Modell nicht preiswerter sein, als die Arbeit heute schon ist, da die Subunternehmen auch verdienen wollen. Preiswerter kann es erst werden, wenn die Arbeit noch billiger wird durch den Abbau von Arbeitsplätzen Onsite.
Darüber hinaus ist zu befürchten, dass die Partnerunternehmen wirtschaftlich am Tropf von HPE hängen werden. Wir erleben ja heute schon mit unseren Kunden, dass unsere Auslastung mit den Kundenaufträgen schwankt.

Mit den Outsourcing Plänen wird aus unserer Sicht die HPE-ES zerschlagen.
Die Kollegen, die verschoben werden, müssen mittelfristig um ihre Arbeitsplätze fürchten.
Die Kollegen, die (noch) bei HPE bleiben dürfen, müssen befürchten, dass sie die Last der Steuerung der neuen Partner in ihrer täglichen Arbeit tragen müssen. Denn die Qualität für den Kunden soll ja nicht leiden.

Zur Verdeutlichung: es gibt zur Zeit ca. 4000 Arbeitsplätze im deutschen ES Bereich. 1000 bis 1500 davon sollen verlagert werden. Das wäre ein Abbau von knapp 38 %! In Ratingen arbeiten ca. 500 Mitarbeiter im ES-Bereich.

Es wird sicherlich eine Zeit lang dauern, bis weitere Details veröffentlicht werden, aber die generelle Linie ist nun bekannt gemacht worden.
Wer jetzt Erleichterung spürt, da er davon ausgeht, nicht betroffen zu sein, hat das volle Recht darauf. Aber das wird wohl nicht das Ende der Fahnenstange sein. Hat sich doch Ernst Reichart in dem Webcast offensichtlich gewunden, als er zugeben musste, dass Standortschließungen nicht ausgeschlossen werden können. Deshalb meinen wir, dass es Zeit ist, sich zusammen zu schließen und diese Maßnahme nicht widerspruchslos hinzunehmen.
Bitte nimm Kontakt mit uns auf, wenn du mitmachen möchtest.

Wir empfehlen noch folgende Artikel, die besondere Sichtweisen enthalten:

Ein guter, aber auch IGM-kritischer Bericht über HP Ratingen, den wir trotzdem verschicken. Erstens halten wir Kritik für wünschenswert, außerdem wird uns jeder hoffentlich zugestehen, dass auch wir Zeit brauchen, um uns zu sortieren:

http:www.report-d.de/Wirtschaft/Unternehmen/Hiobsbotschaft-in-Ratingen-bei-Duesseldorf-Hewlett-Packard-will-sich-von-jedem-zweiten-Mitarbeiter-der-Enterprise-Services-trennen-50098

Der folgende Artikel beschreibt das aktuelle Outsourcing unserer Kollegen von der HPE-ES in den USA. Dieser Artikel macht deutlich, wie es zugeht, wenn es keine starke Gewerkschaft und die daraus folgende Gesetzgebung zum Schutz der Arbeitnehmer gibt. Am Ende des Artikels sind Beispiele aus der Vergangenheit vergleichbarer Firmen zu finden:

http:www.crn.de/software-services/artikel-107748.html

Viele Grüße
Eure Gewerkschaftsgruppe

Letzte Änderung: 28.10.2015


Adresse:

IG Metall Vorstand | Wilhelm-Leuschner-Straße 79 | D-60329 Frankfurt
Telefon: +49 (69) 6693-2857 | | Web: www.hp.igm.de

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