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IG Metall @ Hewlett-Packard

Informationen der IG Metall für Beschäftigte bei Hewlett-Packard



Unruhe bei Hewlett Packard Enterprise

zukunft@hp

10.12.2015 Die Belegschaft bei Hewlett Packard Enterprise kommt einfach nicht zur Ruhe. Der Arbeitgeber darf sich nicht aus der Verantwortung stehlen.

Alle Beteiligten waren sich im Klaren darüber, dass bei Enterprise Services (ES) "noch etwas kommen" würde. Der Gesamtbetriebsrat (GBR) hatte schon im Vorgriff eine Verhandlungskommission (VK) zur Informationsbeschaffung gegründet. Kurz nach der Abspaltung der HP Inc. vom nun in Hewlett Packard Enterprise (HPE) umbenannten Restunternehmen war es dann soweit. Der Konzern kündigte Mitte Oktober eine weitere Abbaumaßnahme bei ES an. Mit der Erinnerung an den Image-Schaden durch die Schließung des Standortes Rüsselsheim im Kopf wird von der deutschen Geschäftsleitung nun ein anderes Verfahren favorisiert: Rund 1.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ES sollen an ein oder mehrere sogenannte(s) Partnerunternehmen ausgegliedert werden.

Um eins klarzustellen: Die amerikanische Firmenleitung wäre wohl auch mit einem "ganz normalen" Abbau einverstanden. Für sie ist "Rüsselsheim" wohl eine durchaus wiederholbare, da gut gelaufene, Geschichte. Wir dürfen nie außer Acht lassen, dass für die amerikanische Aktiengesellschaft nur eines zählt: Die Zufriedenheit der (Groß-)Aktionäre. Mitarbeiter können somit nur noch als unter Kostengesichtspunkten zu betrachtende Bewegungsmasse behandelt werden. Damit diese Art des Umgangs nicht auch in einem Land wie Deutschland Einzug hält, wo die Mitbestimmung gesetzlich verankert ist, ist HPE hier in der Pflicht!

Die übergehenden Beschäftigten haben eine langfristige Perspektive und Sicherheiten verdient, schließlich haben nicht sie sich für das Verlassen von HPE entschieden; diese Entscheidung wurde ihnen von ihrem langjährigen Arbeitgeber abgenommen. Wichtig ist also, dass HPE belastbare Zusagen für die scheidenden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer macht, so dass sich niemand vor schlechteren Arbeitsbedingungen zu fürchten braucht. Denkbar sind bspw. über mehrere Jahre garantierte Abfindungen, sollte der neue Arbeitgeber Kündigungen aussprechen, ein finanzieller Ausgleich bei zukünftiger Verschlechterung der Arbeitsbedingungen (wie bspw. bei Gehalt oder Arbeitszeitverlängerung), ein ebenfalls über einen längeren Zeitraum geltendes Rückkehrrecht in den HPE-Konzern und ein Schutz vor Insolvenz des Subunternehmens.

Wenn es auch kein Gesetz gibt, dass HPE zu solchen Maßnahmen zwingen kann, so ist das Unternehmen doch zumindest in der moralischen Verpflichtung, den zum Teil schon über viele Jahre loyalen Beschäftigten Zukunftschancen zu sichern, damit endlich wieder Ruhe einkehrt...

Letzte Änderung: 10.12.2015


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