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IG Metall @ Hewlett-Packard

Informationen der IG Metall für Beschäftigte bei Hewlett-Packard



Verbundparter im Fokus: Proservia

Extrablatt der Vertrauensleute Bad Homburg

31.03.2016 Die Namen der Verbundpartner sind nun öffentlich. Anlass für die Vertrauensleute in Bad Homburg, die Partner unter die Lupe zu nehmen. Im ersten Teil gibt es eine Annäherung an die Proservia GmbH.

Seit 17.03.2016 liegen nun also die Namen der Verbundpartner auf dem Tisch. Sie lauten Datagroup AG und Proservia GmbH. - Proservia GmbH aus dem ManpowerGroup Konzern?! ManpowerGroup, die weltweit für Zeitarbeit, für das Verleihen von Arbeitskräften steht! Ist das wirklich der Ernst der Geschäftsleitung?

"Ja", müssen wir konstatieren, ist es. Hatte man uns in den ersten Aussagen zur Verbundpartnerplanung noch mitgeteilt, dass wir in mittelständige, auf dem deutschen Markt etablierte IT-Unternehmen übergehen sollen, die für die bei HPE freiwerdenden Mitarbeiter neue Betätigungsfelder finden könnten, so klingt das jetzt ganz anders. Der ManpowerGroup Konzern ist kein IT-Unternehmen und Proservia ist ursprünglich eine französische Firma, die 2011 von ManpowerGroup übernommen wurde.

Proservia GmbH in Deutschland wurde erst im Januar 2016 während der Gespräche zur Verbundpartnerplanung gegründet und ist eine leere Hülle, die zurzeit noch keine Geschäftigkeit vorweisen kann. Man will aber hierzulande ein neues Geschäftsfeld erschließen und wachsen, sagt man.
Berechtigte Sorgen machen sich in der Belegschaft breit und wir haben viele Gespräche mit Mitarbeitern führen müssen, die aufgrund der Veröffentlichung schockiert sind.

Kann es dieser neuen Firma überhaupt gelingen, uns wirtschaftlich eine Perspektive zu bieten? Wie will Proservia GmbH Beschäftigungsfelder jenseits des Verleihgeschäfts für die Mitarbeiter finden, die von HPE nicht mehr abgefordert werden? Oder sind sie Teilnehmer an einem wirtschaftlichen Experiment, an einem Versuchsballon mit Namen Proservia? Falls es wirtschaftlich schief geht, so hat zumindest HPE sein Ziel erreicht und ist die Mitarbeiter los. Die neue Gesellschaft wird dann abgewickelt und die Beschäftigten stehen auf der Straße.

Es wird viel Überzeugungskraft - untermauert durch konkrete und werthaltig gesicherte Zusagen - bedürfen, um den Betroffenen die Ängste zu nehmen. Die ersten Reaktionen zeigen, dass sich momentan kaum jemand vorstellen kann, zu Proservia überzugehen. Eine glaubwürdige Perspektive für die Mitarbeiter ist noch nicht zu erkennen.

Die Forderungen der Vertrauensleute liegen schon seit Januar auf dem Tisch. Die Ankündigung vom 17.03. zeigt glasklar auf, dass unsere Forderungen berechtigt waren und keinesfalls überzogen. Wir fordern daher alle Mitarbeiter von HPE auf, die betroffenen Kolleginnen und Kollegen in ihrem Kampf für eine sichere berufliche Zukunft mit wirtschaftlicher Perspektive zu unterstützen. Zwar sind im Moment nur knapp 1000 HPE-Beschäftigte im Fokus zur Proservia zu wechseln, die Signale aus der Führungsetage der HPE lassen uns aber vermuten, dass dies nur der erste Schritt sein wird und dass mit weiteren Auslagerungen zu rechnen ist.

Die Maßstäbe dafür werden jetzt gesetzt und gehen uns alle an.

Eine nächste Veröffentlichung mit Schwerpunkt Datagroup ist bereits in Vorbereitung.

Letzte Änderung: 02.04.2016


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