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IG Metall @ Hewlett-Packard

Informationen der IG Metall für Beschäftigte bei Hewlett-Packard



Verbundparter im Fokus: Datagroup

Extrablatt der Vertrauensleute Bad Homburg

04.04.2016 In ihrem zweiten Extrablatt zu den Verbundpartnern nähern sich die Vertrauensleute Bad Homburg nun der Datagroup AG.

Neben der Proservia GmbH wurde die DATAGROUP AG als Verbundpartner ausgewählt. Bis zu 400 Mitarbeiter aus den Bereichen AMS und EAO sollen in eine neu zu gründende Untergesellschaft unter dem Dach der DATAGROUP AG übergehen. Diese Vorgehensweise der Gründung einer neuen Gesellschaft sei in diesem Unternehmen üblich.

Dennoch bleibt festzuhalten, dass diese Variante Risiken für die Mitarbeiter in der neu entstehenden Firma birgt. So könnten nur einzelne, ausgewählte Mitarbeiter aus der Firma in andere Gesellschaften der DATAGROUP übertragen werden. Die verbleibenden Mitarbeiter könnten anschließend mit der Firma dicht gemacht werden, ohne dass Abfindungen wie bei HP bisher üblich gezahlt werden.

Wir hören von unserer Geschäftsführung, dass das keinesfalls beabsichtigt sei. Wenn dem so ist, so kann man den übergehenden Mitarbeitern ja einen Bestandschutz und eine Beschäftigungssicherung zusichern - ein Risiko für den alten und den neuen Arbeitgeber ist ja offensichtlich nicht dabei. Sollte man den Mitarbeitern dagegen diese Zusicherung verweigern, so werden sie ihre Schlüsse daraus ziehen können.

Nach uns vorliegenden Informationen gilt, dass die DATAGROUP AG eine kleine solide IT-Firma ist, in der zurzeit etwa 1400 Mitarbeiter in 14 Untergesellschaften tätig sind.
Die DATAGROUP AG gehört mehrheitlich einer einzigen Person, die für die strategische Ausrichtung maßgeblich verantwortlich ist. Sollte diese Person sich anders orientieren oder ihren Besitz an andere Eigentümer übergeben, so ist die Zukunft für das Unternehmen und die Mitarbeiter ungewiss.

Eine wirtschaftliche Schieflage, möglicherweise durch den Verlust eines großen Kunden, kann schnell weitreichende Auswirkungen auf die Wirtschaftskraft der gesamten Unternehmensgruppe oder Teile daraus haben. Wegen der Risiken benötigen die Mitarbeiter, die von HPE dorthin übergehen sollen, eine Absicherung seitens HPE. Wenn ein starker weltweit agierender Konzern seine Mitarbeiter an einen kleinen Partner ohne finanzkräftige Konzernmutter im Rücken abschiebt, so haben sie aus Sicht der gewerkschaftlichen Vertrauensleute die soziale Verantwortung dafür.

Was können die betroffenen Mitarbeiter in der momentanen Situation tun? Neben der deutlichen und aktiven Unterstützung der Verhandlungskommission des GBR ist eine weitere Solidarisierung der Mitarbeiter erforderlich.
Bei einer ausreichend großen Zahl Gewerkschaftsmitglieder werden sich die neuen Firmen einer tariflichen Regelung mit der Gewerkschaft nicht verschließen können. Die längerfristige Absicherung von Beschäftigungsbedingungen in den neu entstehenden Firmen - sowohl in der DATAGROUP als auch in der Proservia GmbH - kann auch durch Beitritt der Firmen zum IG Metall Flächentarifvertrag der IT-Branche erzielt werden. Dazu bedarf es aber eines eindeutigen Votums der Beschäftigten, die nur durch den Beitritt dokumentiert wird.

In Zeiten der Unsicherheit ist der Halt einer großen Gemeinschaft ein wertvolles Gut. Die Links zum Gewerkschaftseintritt liegen dieser Veröffentlichung bei (siehe Link am Ende dieses Artikels).

Zeigt dem Arbeitgeber auf, dass wir nicht alles mit uns geschehen lassen. Wir mischen uns ein.

Letzte Änderung: 31.03.2016


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